Archiv für die 'Hintergrundwissen' Kategorie

Schwellung im Knie

Unter allen anderen ist das Knie das Gelenk, das mit etwa 0,5 ml die größte Menge Flüssigkeit hat.

Für eine optimale Funktion (z.B. Beweglichkeit, Schmerzfreiheit, Kraft) im Knie ist eine bestimmte Menge und eine bestimmte Qualität der Flüssigkeit notwendig.

Wenn Flüssigkeit fehlt, kann das Gelenk weder gut geschmiert noch gepuffert, noch genährt werden. Die Funktion der Flüssigkeit wird später beschrieben. Bei zu viel Flüssigkeit, wird der Knorpel nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

 

Diagnostik

Erst muss einmal ausgeschlossen werden ob die Schwellung im oder rundum das Knie ist.

Außer mit aufwendigen technische Mitteln, kann man auch mit den Händen testen.

z.B. wie auf auf youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=RMp6HOnS7Q0

Wenn Flüssigkeit auf die andere Seite des Gelenkes schwappt, liegt Flüssigkeit im Gelenk. Schwellung ohne ein sichtbares „rüberschwappen“ bei der Handbewegung, deutet auf Flüssigkeit in der Umgebung.

Schwellungen außerhalb vom Knie lassen wir jetzt außen vor und konzentrieren uns auf die Schwellungen im Knie

 

Ursachen für Schwellungen im Knie können in zwei Gruppen eingeteilt werden:

  1. Ursachen die zu viel Flüssigkeit im Knie verursachen
  1. Ursachen für einen mangelnden Abtransport von Flüssigkeit

 

Auch bei Schwellungen des Knies sollte zuerst unterschieden werden, ob ein struktureller Schaden oder ein funktionelles Problem vorliegt. Siehe für den Unterschied zwischen “strukturell” und “funktionell” den Beitrag http://www.knieschmerz24.de/?p=305

 

So entstehen vier Gruppen von Ursachen:

Ursachen für Schwellungen im Kniegelenk Strukturell Funktionell

Produktion von zu viel Flüssigkeit

z.B. Meniskusschaden, Kapselriss, Kreuzbandriss, Arthrose, Blutung, Narbe nach Arthroskopie z.B. Zug am Meniskus durch festes Bindegewebe, Beckenverwringung, Überlastung durch falsches Gangmuster (z.B. mit einem immer wieder durchsackenden Fußlängstewölbe)

Mangelnder Abtransport

u.a. Venenthrombose, das Bein ist schmerzhaft. Da diese Diagnose immer ausgeschlossen werden muss, ist fachliche Diagnostik wichtig! Auch ein Leistenbruch zählt zu den strukturellen Ursachen. festes Bindegewebe, Lymphdrüsen unter Druck, mangelnder Atemamplitudo, zu feste Kleidung

 

 

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Erstellt am Donnerstag 13. März 2014
Unter: Allgemein, Hintergrundwissen, praktische Tipps, Schwellung in Kniegelenk | Keine Kommentare »

Bursa präpatellaris

eine auffällige Schwellung auf der Kniescheibe

Vorneweg: um eine Beteiligung von Bakterien auszuschließen, gehen Sie hiermit bitte auf jeden Fall zum Arzt!
Die Ideen weiter im Text sind nur Ergänzungen.

Schmerzen vorne am Knie direkt unter der Haut mit einer örtlich begrenzten Schwellung.

Vor der Kniescheibe und unter der Haut gibt es eine Bursa, (Säckchen), mit Flüssigkeit. Die Aufgabe dieser Bursa praepatellaris ist die Entlastung der Kniescheibe bei starkem Druck von außen, wie z.B. beim Fließenlegen.
Periost, (die Knochenhaut) ist sehr empfindlich, da es von vielen Nerven versorgt wird, die dem Gehirn Schäden melden. Damit die Knochenhaut geschützt ist und nicht jeder Druck auf diese Knochenhaut einen Notruf in Richtung Gehirn auslöst, gibt es ein Gleitlager, die Bursa praepatellaris (das Säckchen vor der Kniescheibe).

Gereizt wird das Säckchen durch starken oder anhaltenden Druck. Das passiert bei Aktionen auf die Knie, wie Fließenlegen oder Putzen.
Normalerweise hält die Bursa das aus. Warum hält die Reaktion so lange an oder warum wird es nicht besser? Bei zusätzliche Faktoren kann der Körper seine eigene Heilkraft nicht optimal entfalten.

Denken Sie dabei an Sachen, wie

  • eine veränderte Biochemie durch falsches Essen ( zu früh morgens, zu spät abends, zu viel auf einmal, zu viele tierische Proteine und dadurch eine überlastete Leber. Gute Literatur darüber: link Andreas Moritz) oder Gifte (Schwermetalle)
  • Stress, der zu Übersäuerung führen kann, was wiederum die Entzündungsbereitschaft im Körper erhöht.
  • Ein geschwächtes Immunsystem durch z.B. Schlafmangel oder Darmprobleme

Schwellungen in der Bursa praepatellaris können mit oder ohne Erreger sein. In der Regel sind sie aber ohne.

Bei Erreger (eine „septische Entzündung“, also mit Erregern) ist oft der staphylococcus aureus beteiligt, z.B. nach einer Hautverletzung

.

Entzündung der bursa praepatellaris, bursitis

Entzündung der bursa praepatellaris

Antibiotikum ist laut Medizin Mittel der Wahl, deshalb darf ich nichts anderes empfehlen. Es gibt aber auch Methoden, die vor allem weniger Nebenwirkungen haben und dazu bei den Erregern keine Resistenzen aufbauen. Fragen Sie dazu am besten Ihren Heilpraktiker.
Fragen, die Sie sich stellen können:
Wie kann ich mein Immunsystem stärken, damit es besser gegen den Erregern ankommt?
Wie belaste ich meinen Immunsystem, so dass es zu sehr belastet ist um noch im Knie zu arbeiten? Denken Sie dabei z.B. an die Menge denaturierte tierische Eiweiße, wie Milch und erhitzes Fleisch und Eier. Dazu belasten auch Gifte das Immunsystem.

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Erstellt am Sonntag 4. August 2013
Unter: Knieschmerzen vorne | Keine Kommentare »

Knieschmerzen – strukturelle und funktionelle Beschwerden

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie diese Seite besuchen, weil Sie selbst etwas für Ihre Kniescherzen tun möchten. Gezielte Maßnahmen sind effektiver und deshalb ist es gut, wenn Sie ein wenig Hintergrundinformation haben. Lesen Sie über die Unterschied zwischen strukturelle und funktionelle Ursachen.

Strukturelle vs. funktionelle Ursachen

Eine strukturelle Veränderung kann durch Geräte festgestellt werden. In der Medizin heißt das „objektiv feststellbar“. Beispiele dafür sind z.B. Risse, Brüche, Entzündungen und Tumore. Veränderungen eben, die auch sichtbar sind. Dabei ist diese Objektivität nicht immer so objektiv, wie sie auf den ersten Blick aussieht. Vor einiger Zeit gab es eine Untersuchung unter Schulterpatienten. Es wurde bei allen Patienten jeweils ein CT-Scan gemacht, ein fähiger Untersucher testete die Patienten manuell (manuell = mit den Händen) und danach wurde eine Arthroskopie durchgeführt. Da konnte man dann wirklich objektiv sehen, was in der betreffenden Schulter nicht stimmte. Entsprechend wurde dann auch die arthroskopische Befund als Norm genommen.

Die Diagnose vom CT-Scan schaffte damals eine Trefferquote von ungefähr 50%, während der manueller Untersucher bei 90% im Vergleich zur Arthroskopie lag.  Dafür gibt es mindestens zwei Ursachen:

Erstens: Viele Beschwerden merkt man gerade dann erst, wenn man Muskeln anspannt, Druck, oder Zug erzeugt oder sich andersweitig bewegt. Genau das findet bei einer Untersuchung ienes Therapeuten statt. Wenn Geräte unter Bewegung aufzeichnen könnten, wäre das besser. Die Entwicklung geht glücklicherweise in der Richtung. Der Nachteil dabei sind wieder die Kosten. Ein CT kostet viele Hundert Euro, während eine Untersuchung eines Krankengymnasten (in 10 Minuten muss man mit der Befundaufnahme schon sehr weit kommen können) noch keine 10 Euro kosten. Deshalb plädiere ich für mehr manuellen Untersuchungen. Wenn daraus nichts kommt sind Untersuchngen mit Geräte sehr sinnvoll. Die gerngeren Kosten würden die Krankenkassen entlasten! Wenn es in der Anamnese (Erstgespräch) Gründe gibt ist ein Scan vor der manuellen Befundaufnahme sinnvoll!

Zweitens sind Ursachen und Beschwerden meistens räumlich getrennt. Warum?

Wenn ein Untersucher Ihnen nach einer objektiven Untersuchung also sagt: „Sie haben nichts“ heisst das eigentlich: „ich finde nichts“. Freuen Sie sich, dass Ihre Beschwerden mit grosser Wahrscheinlichkeit im funktionellen Bereich liegen. Ihr Vorteil: ein funktionelles Problem ist oft mit weniger Aufwand und Kosten behandelbar als ein strukturelles Problem, weil die Struktur sich eben nicht nicht verändert hat. Eine Struktur zu verändern ist sehr aufwändig, es bedarf eine OP oder eine andere intensive Maßnahme. Bei einem funktionellen Problem gibt es weder ein Tumor noch ein Bruch, noch eine Entzündung.

Der Nachteil: es ist nicht auf dem ersten Blick ersichtlich, was los ist.

Trotzdem ist eine fehlende Diagnose bei einer Geräteuntersuchung erst mal ein Grund zur Freude und nicht zu Trauer: Der Grund Ihrer Beschwerden ist nichts bedrohliches und muss nicht mit einem harten Eingriff beseitigt werden.

Maßnahmen bei strukturelle Diagnosen: Operationen, bestimmte Injektionen, Medikamente.

Maßnahmen bei funktionelle Diagnosen: Massage, Mobilisation, Übungen, Wärme, Kälte und andere Anwendungen.

Dieser Artkel möchte nur kurz den Unterschied zwischen strukturelle und funktionelle Ursachen erklären. Genauere Hinweise darüber, ob die Problematik strukturell oder funktionell ist müssen von einer Fachkraft gemacht werden.

Für weitere Ursachen außer strukturelle und funktionelle klicken Sie bitte hier: http://www.knieschmerz24.de/?p=1

Mögen Sie diesen Artikel? Dann posten Sie es bitte auf Twitter, Facebook oder ein anderee Web 2.0 Plattform. So können mehr Menschen erfahren, was man selbst tun kann. Danke!

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Erstellt am Donnerstag 1. August 2013
Unter: Allgemein, Hintergrundwissen | Keine Kommentare »

Schmerzen an der Vorderseite des Knies: die lateralisierte oder luxierte Patella

Auch bei Problemen der Kniescheibe gibt es wieder sowohl strukturelle als auch funktionelle Ursachen.

Strukturelle Ursachen

Die Form der Kniescheibe und die Rille in der sie liegt, gehören zur Struktur.

Die Patella (Kniescheibe) die nach außen drückt, verursacht mehr Druck auf den Oberschenkel. Wenn die Rille in der die Kniescheibe liegt, nicht tief genug ist, kann sie leichter nach außen schieben oder sogar ganz rausspringen. Das heißt dann Patellaluxation.

Abb. 1 Eine nach außen schiebende Patella (Kniescheibe) drückt auf die Außenseite der Oberschenkelrille in der die Patella liegt. Diese Rille ist in diesem Fall ziemlich flach angelegt. Das kann Knieschmerzen oder längerfristig auch Arthrose verursachen. Oben in der Zeichnung ist die Patella, unten der Oberschenkel. Der Pfeil zeigt nach außen. Sie sehen ein linkes Knie von unten oder ein rechtes von oben gesehen.

Das ist eine Sache der Ärzte, die die Form ändern können. Ein Trauma kann die Form im negativen Sinn verändern.

Funktionelle Ursachen

Durch ein verändertes Kräftespiel können Beschwerden der Kniescheibe verstärkt werden. Diese Ursachen fallen im funktionellen Bereich. Funktionelle Veränderungen können mit den Händen eines Therapeuten gefunden werden, in der Regel nicht mit einem Röntgenbild oder einem anderen Bildgebenden Verfahren. Es geht z.B. um Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust. Diese funktionellen Ursachen machen sich dann nach längerer Zeit in Beschwerden bemerkbar.

Funktionelle Ursachen für eine lateralisierte Patella (Kniescheibe, die zur Seite verschiebt):

  1. Ein durchgesacktes Fußgewölbe. Als Angewohnheit oder als Folge von einer Beckenproblematik kann das Fußgewölbe auf der Innenseite einsacken, siehe Abb. 1.Bemerkung: Die Unterstützung durch eine Einlage kann eine mögliche Therapie sein. Die Ursache kann, muss die Einlage aber nicht unbedingt wegnehmen. (Hier sind orthopädische Schuhmacher herzlich eingeladen Ihr Fachwissen zu teilen!) Wenn der Fuß ein Durchsacken nicht verhindern kann, sollte sie gerade soviel unterstützt werden, dass der Fuß noch eingeladen wird, selbst mitzuarbeiten und sich nicht auf der Einlage „auszuruhen“.
  2. Eine Problematik am Becken oder an der Hüfte kann das Knie nach innen drücken. Diese Zusammenhänge sind ziemlich kompliziert und vielfältig und übersteigen diesen Blogartikel. Stichpunkte: verspannte Beckenbodenmuskulatur (z.B nach Pilatesübungen oder Reiten), Blockade der Lendenwirbeln (Lösung: Manuelle Therapie, Osteopathie, Chiropraxie) oder des Beckens, nicht ungenügend Bewegung der Organe (Osteopathie).

Siehe Zeichnung 2: der grüne Pfeil zeigt wie das Fußgewölbe des linken Fußes (rechts auf der Zeichnung) nach innen sackt. Das Knie mit der Kniescheibe kommt nach innen.

Knieluxation, Knie Valgisierung, X-Knie

Beim Einsacken des Fußgewölbes kommt das Knie nach innen. Die Ansätze der Sehne unterhalb der Patella und der Ansatz der Muskulatur oberhalb der Kniescheibe bleiben wo sie sind. So entsteht eine Kraft, die die Kniescheibe nach außen bringt.

Die Ansätze der Muskulatur von oben und des Bandes unten an der Patella (Kniescheibe) bleiben relativ mehr nach außen. Auf dem Bild ist das als kleine rote Vierecke angegeben. Wenn jetzt gezogen wird zieht es die Kniescheibe in der Mitte nach außen: in Fachsprache sie „lateralisiert“. „Lateral“ ist zur Seite weg.

Normalerweise erhöt das nur den Druck auf die Außenseite der Rille in der die Kinescheibe liegt. Wenn die Rille nicht tief genug ist, kann die Patella (Kniescheibe) nach außen verschieben oder längerfristig durch den erhöhten Druck den Knorpel schädigen. Im Extremfall kann es zu eine Patellaluxation, ein „Ausbrechen“ aus der Führungsrille kommen.

Was kann man selbst tun?

Die Ursachen sollten beseitigt werden. Je stärker eine Ursache gefunden wird, umso genauer kann man etwas tun:

Bei einem eingesackten Fußgewölbe (Plattfuß): trainieren, eventuell mit Hilfe eines Erinnerungspflasters wie unter http://www.knieschmerz24.de/?p=104.

Ja nach wie stark Schäden vorhanden sind, muß die Form u.U. verändert werden, das bedeutet: Operation.

Bei Ursachen aus dem Beckenbereich sind Physiotherapeuten, Manuelle Therapeuten, Chiropraktoren und Osteopathen. Sie sezten sich mit der Funktion auseinander.

Gängige Ideen bei der Physiotherapie sind:

  • die Kniemuskeln auf der Innenseite trainieren. Natürlich wäre es dabei interessant zu wissen warum sie nicht genügend anspannen!
  • Die Bandstrukturen auf der Außenseite mobilisieren.

Bei der Osteopathie sucht man u.a die vielfältigen Ursachen hinter den veränderten Kräfteverhältnissen.

Manualtherapeuten, Osteopathen und Chiropraktoren: halte euch nicht zurück, diskutiere mit! Das schlimmste, was passieren kann, ist das wir und die Leser etwas lernen…
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Erstellt am Samstag 6. August 2011
Unter: Kniescheibe (Patella): Tipps, Knieschmerzen vorne | Keine Kommentare »

Knieschmerzen vorne am Knie

Osgood Schlatter, die Reizung des Ansatzes der Patellasehne

Morbus Osgood-Schlatter Steckbrief

Der Name Osgood Schlatter deutet lediglich auf die Entdecker der Krankheit. Die anatomische Diagnose sagt mehr: Reizung des Ansatzes der Sehne der Kniescheibe (Lig. patellae) auf das Schienbein (Tibia).

Es können sich dabei sogar Teile des Knochens lösen.

Betroffene Patientenguppe: Haüfigstes Auftreten bei Kinder, mehr bei Jungs als bei Mädchen. Oft zwischen 10 und 16 Jahre.

Es gibt hier verschiedene, sich ergänzende Vorgehensweisen:

Strukturell

Es ist eine Reizung / Entzündung des Ansatzes. Wenn der Behandler für einen lokalen Ansatz wählt möchte er den schmerzhaften Ansatz lokal behandeln.

Wenn Schmerzen im Vordergrund stehen können Scherzmittel genutzt werden.

Wenn Entzündungszeichen im Vordergrund stehen auch Entzündungshemmer, oder Kühlung. Dies unterdrückt nur die Entzündung.

In akuten Fällen ist dieser Ansatz sicherlich sinnvoll. Sie reicht aber nicht wenn die Beschwerden bestehen bleiben. Da manche Kinder stark leiden, bewegen sie sich deutlich weniger. Manchmal wird ein Aussetzen der Aktivitäten bis zum Ende des Wachstums empfohlen. Sport- und Tanzstunden werden unterbrochen. Das ist für die Entwicklung nicht förderlich. Darum darf Hilfe nicht zu lange dauern.

Funktionell

Wenn man davon ausgeht, dass sich tatsächlich Teile des Ansatzes lösen, fagt man sich warum und warum vor allem bei Kinder in diesem Alter. Meine folgenden Aussagen haben kein wissenschaftlchen Wert, da ich keine Zeit habe, meine Daten statistisch zu belegen. Darum ist die Anwendung ganz auf eigenem Risiko! Trotzdem ist die Therapie mit der nachfolgend beschriebene Logik bislang erfolgreich gewesen. Oft waren die Kinder nach einer Behandlung fast beschwerdenfrei.

Funktionelle Ursachen: Bei allen Patienten gab es einen Grund für ein Zug nach oben (cranial) durch den geradenen Oberschenkelmuskel (M. rectus femoris).

Zwei Gründe standen dabei im Vordergrund:

  1. Das Darmbein (Ilium) steht aus verschiedenen Gründen nach hinten (posterior), siehe Zeichnung.

    ilium posterior Osgood-Schlatter Zusammenhänge

    Durch die Spannung aus dem Darmbein, das nach hinten tendiert (1) entsteht Zug am geradenen Oberschenkelmuskel (2), was zur Reizung am Ansatz führt

1.a.) Organische Gründe befinden sich im Arbeitsfeld von Osteopathen.

1.b.) Wirbelsäulenproblematik kann auch z.B. von Manualtherapeuten und Chiropraktiker behandelt werden.

    Therapie: kurzfristig kann eine Entspannung des geradenen Oberschenkelmuskels (M. rectus femoris) Linderung bei diesen Knieschmerzen verschaffen. Solange die Ursache nicht beseitigt ist, werden die Beschwerden zurückkommen! Dehnung des Muskels hilft hier nicht, weil der Muskel dabei ist die Kräfte der Wirbelsäule zu übertragen. Er wird also schon den ganzen Tag gedehnt und darum gibt es ja auch Knieschmerzen!

    Siehe Zeichnung

2. Der Oberschenkelnerv (N. femoralis) ist nicht beweglich und deshalb spannt der geradene Oberschenkelmuskel als Teil des vierköpfigen Oberschenkelmuskels (M. quadrizeps) an, um den Nerv zu schützen. Das wird so organisiert, weil Nerven vom Gehirn als wichtiger betrachtet werden als Muskeln. Die Übungen dafür finden Sie unterhttp://www.knieschmerz24.de/?cat=59.

    Die Übungen sind gleich, da die Entlastungsmöglichkeiten für die Kniescheibe die gleiche sind als für Probleme beim Ansatz der Kniescheibensehne (Lig. patellae)

    Im Schema sieht die ursächliche Kette also so aus:

    Ein Schema von verschiedenen Ursachen bei Knieschmerzen bei Osgood-Schlatter,

    Verschiedenen Ursachen bei Osgood Schlatter verlangen verschiedenen therapeutschen Ansätzen

    Frage

    Warum haben vor allem Kinder Knieschmerzen durch Osgood-Schlatter?

    Wachstum ist ein sehr komplexes Geschehen. Die verschiedenen Körpergeweben wachsen nicht immer gleichmäßig. Knochen wachsen schnell, das Stützgewebe der Muskulatur, also die Sehnen und Faszein sind weitaus langsamer. Nerven wachsen noch langsamer. Die Kinderkörper sind noch nicht sehr belastungsfähig, da die Körpergeweben noch nicht ausgewachsen sind. Gleichzeitig bewegen sich die Kinder mit Ihrem immer größeren Körper.

    Sicherlich während des Wachstums ist eine optimale Beweglichkeit aller Geweben ganz wichtig. z.B. eine Verringerung der Beweglichkeit der Nerven läßt Muskulatur anspannen, um den Nerv zu schützen. Dies belastet die noch verletzbare Ansätze.

    Faktoren die Entzündungen fördern, wie Übersäuerung können die Stärke der Entzündung unterstützen. Praktisch heißt das: z.B. Süßigkeiten, Softdrinks und Fleisch für eine Weile reduzieren und entsäuern.

    Zum Schluß

    Es gibt noch viel mehr Ansätze für Knieschmerzen in diesem Gebiet. Vorstellbar sind Akupunktur und Akupressur, Zusammenhänge mit Zähne. Ich freue mich sehr, wenn sich z.B. ein Penzeltherapeut ein kommentar oder gar ein Artikel darüber schreiben würde.

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    Erstellt am Donnerstag 16. Juni 2011
    Unter: Kniescheibe (Patella): Tipps, Knieschmerzen vorne, praktische Tipps | Keine Kommentare »

    Diagnostik – Knieschmerzen auf der Innenseite – Der Ort des Knieschmerzes als erster Hinweis für den Auslöser

    Einführung

    Wir haben schon einige Tipps für Auslösern von Knieschmerzen gesehen: die Menisken, das vordere Kreuzband und Arthrose der Kniescheibe.

    Diagnostik ohne anatomischen Kenntnisse, Erfahrung und Fachkenntnisse ist nicht möglich. Auslöser werden von einem (handwerklich begabten) Orthopäden, Arzt, Osteopathen, Physiotherapeut, Manualtherapeut oder Chiropraktiker befundet.

    Der Auslöser kann im Knie selbst oder in der Nähe liegen. Es gibt aber auch eine Reihe von anderen Körperteile, die Knieschmerzen verursachen können.

    Nochmals: lassen Sie sich immer zuerst von einem Arzt untersuchen. Diese Informationen können keineswegs die Erfahrung und Kenntnisse von Fachpersonal ersetzen! Sie dienen lediglich als Ideengeber.

    Der Ort der Beschwerden kann ein erster grober Hinweis auf den Auslöser sein.

    In diesem ersten Blogartikel in einer geplanten Reihe beschäftigen wir uns mit dem ersten Schmerzgebiet, die Innenseite vom Knie mit drei ausgewählte verschiedener Auslösern. Es sieht jetzt danach aus, dass es darüber mehrere Blogartikel geben wird.

    Knieschmerzen (meistens) auf der Innenseite, die nicht durch Kniebewegungen oder Provokatives tasten ausgelöst werden können:

    Denken Sie hierbei auch an einem ausstrahlenden Schmerz aus der Hüfte. Es kann zum Beispiel eine Hüftproblem wie Verschleiß (Arthrose), oder Absterben des Gewebes (Nekrose) vorliegen. Die Knieschmerzen werden stärker nach Belastungen wie Gehen, Heben usw. Auch der oder der Psoasmuskel kann bei Verspannungen Einfluß auf die Hüfte nehmen. Dieser Psoasmuskel ist übrigens ein Spezialgebiet der Osteopathen, weil es einige Organe gibt, die auf den Muskel einwirken.

    Beachten Sie: Umkehrschlüsse sind hier nicht möglich… Wenn Sie eine der obigen Symptome wiedererkennen, heißt das nicht, dass Sie eine der obigen Diagnosen haben!!!

    Ein Schmerzpunkt auf der Innenseite des Knies, der beim Berühren schmerzhaft ist

    Wenn die Stelle mit der Zeichnung übereinstimmt kann ein Ast des Saphenusnervs „genervt“ sein. Im vollen Wortlaut: der Ramus infrapatellaris N. saphenus. In dem Falle kann der Saphenusnerv mobilisiert werden. Tasten kann man dieses Ästchen mit ein bisschenGlück wie folgt: Streichen Sie von unten nach oben über den inneren obeen Schienbeinrand, quer über das Ästchen. Es fühlt sich an wie eine „knorpelige Gitarrenseite“. Wenn Sie es spüren, wissen Sie wovon ich spreche. Viel Spaß beim Suchen. Von dort aus verläuft das Ästchen nach hinten zum Hauptnerv, der Nervus saphenus, der unterhalb vom Schneidermuskel in der Richtung des Beckens Becken läuft. Mobilisation des Sartoriusmuskels, des Bindegewebes um den Nerv herum entlang der gesamten Strecke. Therapeuten die die Kurse über Nervenmobilisation nach Butler gemacht haben, kennen sich hier am besten aus.

    Das rechte Knie von der Innenseite (medial) aus gesehen

    Das Knie von der Innenseite (medial) gesehen: der Ramus infrapatellaris N. saphenus

    Der Ramus infrapatellaris N. saphenus

    Das rechte Knie von vorne

    Die Legende ist für beide Bilder gleich:

    1) Schneidermuskel (M. Sartorius)

    2) Der “verborgene Nerv” (N. saphenus) heißt wahrscheinlich so, weil er unter dem Schneidermuskel läuft.

    3) Oberschenkelknochen (Femur)

    4) Zweig vom verborgenen Nerv für das Gebiet unterhalb der Kniescheibe (Ramus infrapatellaris N. saphenus)

    5) Unterschenkelknochen

    Valgisierung bei gestrecktem Bein und bei 15° Beugung verstärkt Schmerzen auf der Knie-Innenseite

    Valgisierung (eine Bewegung oder Druck in Richtung “X-Beine) verursacht Dehnung auf der Knieinnenseite. Entsprechend muss bei Schmerzen auch eine Struktur die gedehnt wird der Schmerzauslöser sein. Mit gestrecktem Bein kommen die Kniekapsel und das Innenband in Frage. Zum Ausschließen testet man nochmal mit dem Knie 15° gebeugt. Die Kapsel ist jetzt etwas entspannt, das Innenband bleibt gespannt. Deshalb deuten Schmerzen bei diesem Test auf ein Problem mit dem Innenband.

    Verstärkung von Knieschmerzen auf der Knieinnenseite bei Varisierung

    Varisierung (Druckoder belastung in Richtung eines “O-Beines”) verursacht Kompression auf der Innenseite. Verstärkung der Schmerzen bei diesem Test deutet auf eine Struktur, die durch Kompression gereizt werden kann. Denken Sie z.B. dabei an Knorpel und der Meniskus auf der Knieinnenseite.

    Für die, die es genau wissen wollen… Manche Autoren schreiben, dass die Lokalisierung von Meniskusschmerzen (innen, außen, vorne und hinten) nicht viel über die Stele der Meniskusproblematik aussagt.

    Andere Auslöser, wie eine Entzündung des Hoffa’schen Fettkörpers, Zysten und andere strukturelle Veränderungen hat der Arzt, der Sie befundet hat, schon erkannt.

    Was halten Sie vom Blogartikel? Haben Sie etwas davpn, haben Sie Fragen oder Bemerkungen? Bitte geben Sie und geben Sie Ihr Kommentar ab.

    Viele Grüße und vielen Dank!

    Ihr Theon Moerbeek
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    Erstellt am Montag 9. Mai 2011
    Unter: Knieschmerzen auf der Innenseite | 111 Kommentare »

    Knieschmerzen ganzheitlich

    In diesem Blog finden Sie einige Ideen, mit denen Sie mit ein wenig Glück Ihren Knien etwas Gutes tun können.

    Sie finden auf dieser Seite Hintergrundinfos, Tipps und Ideen zur ganzheitlichen Behandlung. Viel Spaß beim Lesen und vor allem… beim Ausprobieren!

    Auf der rechten Seite sehen Sie einige viel vorkommenden Themen rundums Knie, wie einige Schmerzgebiete und viel vorkommenden Diagnosen. Wenn Sie auf eine dieser Felder klicken, finden Sie die für Sie relevante Artikel sortiert vor.

    Wenn Sie einen bestimmten Wunsch haben oder Ihr Thema noch nicht gefunnden haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf.
    Verständnis über wie der Körper funktioniert ist eine Voraussetzung, um an den Beschwerden arbeiten zu können. Darum fangen wir gleich mit einer Standpunktbestimmung an:

    Beschwerden haben immer einen Grund. Dieser Grund hat oft selbst auch wieder einen. Ganz am Anfang dieser Kette steht die Ursache.

    Hier sehen Sie eine statischischer Kuchen. Jedes Stück entspricht eine Gruppe von Ursachen von Beschwerden.  Die Verteilung der Ursachen ist bei jedem anders und hier willkürlich gewählt.

    Jeder Helfer im Gesundheitswesen hat seine eigene Spezialität.

    Ärzte betrachten Beschwerden meistens aus objektiver Sicht. Das ist sehr wichtig, weil bei Kniebeschwerden immer zuerst ausgeschlossen werden muss, ob etwas schlimmes vorliegt. Dann muss einfach schnell gehandelt werden. Beim Sturz mit Knochenbruch muss operiert werden. In der Grafik heißt die Scheibe “Struktur”.

    Paramediziner, wie Physiotherapeuten und Osteopathen, denken an funktionellen Ursachen. Dazu gehören Bewegungseinschränkungen, Kraftverlust und Ausführung, also wie man sich bewegt. In diesem Bereich sind die Tipps dieses Blogs.

    Ein Modell wie die andere “Kuchenstücke” sich zu einander verhalten, wird in einem späteren Blog besprochen.

    Die Beschwerden werden von einem Auslöser verursacht. Wenn nach der Behandlung die Beschwerden nicht auf Dauer verschwinden, steckt noch etwas dahinter. Der Auslöser hatte selbst eine Ursache. Auch diese Ursache kann selbst wieder Folge einer anderen Ursache sein. Es ist die große Kunst, die erste Ursache zu finden und zu verstehen, wie es letztendlich zu Beschwerden kommt. Auf deisen Seiten werden Sie einiges über Zusammenhänge erfahren.
    In einer Grafik sieht das dann zum Beispiel so aus:

    Es ist manchmal eine Herausforderung, die Ursache zu finden. Kniebeschwerden sind aber auf jeden Fall kein Zufall!

    Manchmal ist die Ursache deutlich, wie bei einem Trauma. Dann müssen strukturelle Ursachen ausgeschlossen werden.
    In weniger deutliche Fälle ist es sinnvoll auch die andere Gebiete, die Kuchenstücke, als Ursache in Betracht zu ziehen. Da ich Physiotherapeut und Osteopath bin, werden auf jeden Fall die funktionellen Ursachen hier intensiv besprochen.

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    Erstellt am Donnerstag 2. Dezember 2010
    Unter: Allgemein, Hintergrundwissen | 1 Kommentar »

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