Knieschmerzen – strukturelle und funktionelle Beschwerden

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie diese Seite besuchen, weil Sie selbst etwas für Ihre Kniescherzen tun möchten. Gezielte Maßnahmen sind effektiver und deshalb ist es gut, wenn Sie ein wenig Hintergrundinformation haben. Lesen Sie über die Unterschied zwischen strukturelle und funktionelle Ursachen.

Strukturelle vs. funktionelle Ursachen

Eine strukturelle Veränderung kann durch Geräte festgestellt werden. In der Medizin heißt das „objektiv feststellbar“. Beispiele dafür sind z.B. Risse, Brüche, Entzündungen und Tumore. Veränderungen eben, die auch sichtbar sind. Dabei ist diese Objektivität nicht immer so objektiv, wie sie auf den ersten Blick aussieht. Vor einiger Zeit gab es eine Untersuchung unter Schulterpatienten. Es wurde bei allen Patienten jeweils ein CT-Scan gemacht, ein fähiger Untersucher testete die Patienten manuell (manuell = mit den Händen) und danach wurde eine Arthroskopie durchgeführt. Da konnte man dann wirklich objektiv sehen, was in der betreffenden Schulter nicht stimmte. Entsprechend wurde dann auch die arthroskopische Befund als Norm genommen.

Die Diagnose vom CT-Scan schaffte damals eine Trefferquote von ungefähr 50%, während der manueller Untersucher bei 90% im Vergleich zur Arthroskopie lag.  Dafür gibt es mindestens zwei Ursachen:

Erstens: Viele Beschwerden merkt man gerade dann erst, wenn man Muskeln anspannt, Druck, oder Zug erzeugt oder sich andersweitig bewegt. Genau das findet bei einer Untersuchung ienes Therapeuten statt. Wenn Geräte unter Bewegung aufzeichnen könnten, wäre das besser. Die Entwicklung geht glücklicherweise in der Richtung. Der Nachteil dabei sind wieder die Kosten. Ein CT kostet viele Hundert Euro, während eine Untersuchung eines Krankengymnasten (in 10 Minuten muss man mit der Befundaufnahme schon sehr weit kommen können) noch keine 10 Euro kosten. Deshalb plädiere ich für mehr manuellen Untersuchungen. Wenn daraus nichts kommt sind Untersuchngen mit Geräte sehr sinnvoll. Die gerngeren Kosten würden die Krankenkassen entlasten! Wenn es in der Anamnese (Erstgespräch) Gründe gibt ist ein Scan vor der manuellen Befundaufnahme sinnvoll!

Zweitens sind Ursachen und Beschwerden meistens räumlich getrennt. Warum?

Wenn ein Untersucher Ihnen nach einer objektiven Untersuchung also sagt: „Sie haben nichts“ heisst das eigentlich: „ich finde nichts“. Freuen Sie sich, dass Ihre Beschwerden mit grosser Wahrscheinlichkeit im funktionellen Bereich liegen. Ihr Vorteil: ein funktionelles Problem ist oft mit weniger Aufwand und Kosten behandelbar als ein strukturelles Problem, weil die Struktur sich eben nicht nicht verändert hat. Eine Struktur zu verändern ist sehr aufwändig, es bedarf eine OP oder eine andere intensive Maßnahme. Bei einem funktionellen Problem gibt es weder ein Tumor noch ein Bruch, noch eine Entzündung.

Der Nachteil: es ist nicht auf dem ersten Blick ersichtlich, was los ist.

Trotzdem ist eine fehlende Diagnose bei einer Geräteuntersuchung erst mal ein Grund zur Freude und nicht zu Trauer: Der Grund Ihrer Beschwerden ist nichts bedrohliches und muss nicht mit einem harten Eingriff beseitigt werden.

Maßnahmen bei strukturelle Diagnosen: Operationen, bestimmte Injektionen, Medikamente.

Maßnahmen bei funktionelle Diagnosen: Massage, Mobilisation, Übungen, Wärme, Kälte und andere Anwendungen.

Dieser Artkel möchte nur kurz den Unterschied zwischen strukturelle und funktionelle Ursachen erklären. Genauere Hinweise darüber, ob die Problematik strukturell oder funktionell ist müssen von einer Fachkraft gemacht werden.

Für weitere Ursachen außer strukturelle und funktionelle klicken Sie bitte hier: http://www.knieschmerz24.de/?p=1

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